Alarm beim Kreissportverband

 in der Kategorie Aktuell, März

Am gestrigen Abend lud der Kreissportverband Segeberg e.V. Vertreter der Fraktionen zu einem abendlichen Informationsaustausch in das Gebäude der Jugendakademie ein. Das ursprüngliche Gesprächsanliegen war der Vertragsentwurf für das kommende Geschäftsjahr zwischen Kreis und Kreissportverband.

Doch ein ausgelöster Feueralarm um kurz vor 20:00 Uhr änderte kurzfristig den Themenschwerpunkt.

Wir verließen nach dem Sirenenton das Gebäude und warteten im Außenbereich. Es dauerte keine acht Minuten, als ein Einsatzwagen, drei Löschzüge der freiwilligen Feuerwehr und ein Polizeiwagen eintrafen. Es war äußerst beeindruckend, mit welcher Schnelligkeit und Einsatzbereitschaft hier agiert wurde. Ich bin mir sicher, jeder der beteiligten Helfer *innen hätte um diese Uhrzeit bestimmt lieber zuhause auf der Couch gesessen und das Abendprogramm genossen, als in voller Montur zu einem unvorhersehbaren Einsatz aufzubrechen. Dennoch waren sie da, freiwillig und engagiert, um im Ernstfall Leben zu retten.

Zum Glück entpuppte sich der Notruf als Fehlalarm. Dennoch schlug der Einsatz eine wichtige Brücke zum eigentlichen Kernthema an diesem Abend:

Die Unverzichtbarkeit des Ehrenamtes für unsere Gesellschaft.

„Ohne die vielen Menschen, die freiwillig oder ehrenamtlich etwas arbeiten, würden viele Dinge nicht richtig funktionieren.“ (Quelle: Klexikon.de), so erklärt es treffend eine Kindersuchseite im Internet. Doch immer weniger Menschen engagieren sich in ihrer Freizeit für diese Ämter. Bürokratische Hürden und mangelnde Anerkennung verschärfen diese besorgniserregende Entwicklung zusätzlich, und das in jedem erforderlichen Bereich, so auch beim Kreissportverband.

Das Ehrenamt stirbt aus!

Die wichtige Frage des Abends ist somit: was können, was müssen wir ändern, um das Ehrenamt zu stärken und zu fördern?
Der Vorstand des Kreissportverbandes mit seinen 201 Vereinen und über 60.000 Mitgliedern erzählte an dem Abend zudem von den vielen Schwierigkeiten bei den Umsetzungen der Hygienekonzepte während der Pandemie und den unterschiedlichen Herangehensweisen dazu in den Kommunen. Die meisten Vereine sind vorbildlich mit der Situation umgegangen und haben ihr digitales Angebot auf- und ausgebaut. Dadurch konnte man den Mitgliederschwund vergleichsweise gering halten.

Ein anderer, wichtiger Punkt des Abends war der enorme Verwaltungsaufwand, nicht zuletzt auch durch die Änderung des bevorstehenden Umsatzsteuergesetzes für Vereine. Es müssen neue Stellen geschaffen werden, um der Bürokratie gerecht zu werden, denn „aktuell hat man keine Zeit für konzeptionelle Arbeit!“, so Mike Lehmann vom Kreissportverband ernüchtert. Demzufolge werde ein entsprechender Antrag über eine Erhöhung des Verwaltungskostenzuschusses an den Kreis gestellt.

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